Segel Yacht  A R I E L
 

Zurück nach Leer 

Überführung ins Winterlager


Sonntag 10.10..


Leinen los in Düsternbrook

Warten vor dem Einschleusen

Fallen Anker im Flemhuder See


Montag 12.10.

 

Pech: Nebel

Um 9:00 lichtet sich der Nebel etwas. Ich fahre los. Zum Unwillen der Berufsschifffahrt! Mehrmals werde ich angetutet, halte mich aber eng ans Ufer. Trotzdem etwas nervenaufreibend und nicht jedem zu empfehlen - trotz Radar und AIS!

Ab Rendsburg dann endlich Sonnenschein.

Abends Brunsbüttel.

Guter Liegeplatz, geringe Gebühr, gute sanitäre Anlagen, alle Geschäfte gut erreichbar.


Dienstag 13.10. 


Um 11:00 geht es in die kleine Nordschleuse zusammen mit der holländischen OBAN und der ebenfalls holländischen STORTEMELK. Beide Traditionssegler sind anscheinend auf dem Weg nach Hause. Auf AIS kann ich sie später bis zur ostfriesischen Küste verfolgen, dann sind sie allerdings zu weit weg (achteraus).

Auf der Elbe empfängt uns warmer Sonnenschein und leichter Ostwind. Da muß erst mal die Stahlfock ran - ich will das ablaufende Wasser gut nutzen. Um 14:15 passieren wir die Kugelbake und sagen dem sonnenbeschienenen Cuxhaven Tschüss für dieses Jahr. Bei Elbe 1 hat der Ostwind genügend Kraft, so daß der Motor Ruhe bekommt und ARIEL mit ausgebautem Yankee Richtung Borkum/ Riffgat  fliegt.

Ein wunderbarer Saisonabschluss: rauschende Fahrt in die untergehende Sonne, dann klarer Sternenhimmel und "following sea". Gegen Mitternacht liegt Norderney querab.


Mittwoch, 14.10.


Nun bewölkt es sich doch etwas, ein Schauer kündigt sich an. Um 03:40 ist das Riffgat erreicht. Yankee bergen, Spi-Baum verstauen, nach BB hart an den Wind gehen. Das Riffgat ist mir nachts unsympathisch, weil einige Tonnen unbeleuchtet sind und ich da nicht draufbrummen möchte. Also lieber etwas mehr nach Westen halten und dann dem Westerems-Fahrwasser folgen. Da sind aber nun plötzlich zwei Schleppnetzfischer und andere Berufsschiffahrt. Dazu ein kräftiger Schauer - die Sicht ist weg! In der Westerems geht's dann ganz gegen den Wind - Motor an und Großsegel runter. Da wird's mir wärmer als mir lieb ist. Aber alles geht gut; um 6:42 liegen wir fest in Borkum.

Am späten Vormittag Spaziergang ins 6 km entfernte Dorf. Hier und da etwas verblasster Glanz aus Kaisers Zeiten, aber auch viel Neues und Interessantes. 


Donnerstag, 15.10.

Um 04:00 ist Niedrigwasser. Ich gönne mir aber noch das Frühstück und lege erst im 05:15 ab. Der Wind bläst immer noch kräftig aus Nordost. Unter Yankee geht's emsaufwärts am blau illuminierten Eemshaven vorbei. Langsam wird es hell, der Wind läßt nach und ich setze das Großsegel. Ab Emden muß dann wieder der Motor mithelfen. Die Jann-Berghaus-Brücke öffnet als sei sie mit ARIEL synchronisiert. Auch bei der Seeschleuse habe ich Glück, weil zwei Berufsschiffe einlaufen wollen. Kurz vor 14:00 liege ich sicher im Hafen.

Ein schöner Ausklang der Saison!